Allgemein

Existenzangst!

Skizzierung der Inhumanität moderner Gesellschaften

 

Jeder Mensch hat Ängste aller Art, unter anderem auch die zentrale Angst vor dem Untergang, dem materiellen Niedergang.

Die Angst vor materieller Not ist eine existentielle Bedrohung, der manche Menschen durch das Horten von Geld zu entfliehen suchen. Die Flucht in den Reichtum ist dementsprechend zu einem weltweiten Volkssport geworden, der wiederum materielle Not erzeugt.

Reichtum erzeugt Armut. Was die einen haben, fehlt bei den anderen.

Reichtum erzeugt andererseits aber auch Selbstbewusstsein. Wer reich ist, glaubt, etwas besser gemacht zu haben, als der Arme. Armut erzeugt wiederum Minderwertigkeitskomplexe. Wer arm ist, glaubt, etwas falsch gemacht zu haben oder etwas nicht zu können.

Reichtum und Armut sind gesellschaftlich getrennte Bereiche und doch gehören sie zusammen.

Die Reichen sind die Sklaven ihres Geschäfts und ihrer Gelder und feiern sich selbst, während die Armen Sklaven im Kampf um den Fortbestand ihrer Existenz sind.

Reiche halten sich selbst für „Leistungsträger“, obwohl sie in der Regel nur Wege gefunden oder ererbt haben, im Kampf um das Geld siegreich hervorzugehen. Wege, die ja nicht jeder haben kann – irgend jemand muss diesen Kampf auch verlieren!

Arme sind die „Verlierer“ dieses Kampfes und werden von anderen dafür verachtet. Keiner möchte arm sein und alle reich. Je mehr Geld verdient wird auf dieser Erde, desto weniger bleibt von der Natur.

Reichtum basiert nicht nur auf Ausbeutung von Menschen, sondern auch auf Ausbeutung von Natur.

Der Kampf  geht für die Reichen solange gut, solange die Armen und die Natur nicht aufbegehren.

Weder Kapitalismus, noch Kommunismus sind Lösungen sondern Ideologien, die vernebeln, dass in beiden Gesellschaftsformen Ausbeutung weiter eine zentrale Rolle spielen!

Der Kommunismus ist das Kind des ungebändigten Frühkapitalismus, dem weder Kinderarbeit, noch Sklaverei, noch kriegerische Expansion und Unterwerfung ganzer Völker fremd waren.

Der Kommunismus war gespickt mit guten Ideen, die kaum verwirklicht wurden. Der Kommunismus hat seinen eigenen Massenmord im namen des Klassenkampfes hervorgebracht.

Die Diktatur ist der schnellste Weg zur Ausbeutung ganzer Gesellschaften. Immer wieder werden wir heute Zeugen von gestürzten Diktaturen, wo im Nachhinein bekannt wird, welche Unsummen die Diktatoren auf die Seite geschafft haben.

Diktatoren sind weitgehend isolierte Menschen und Isolation ist eine Vorbedingung für Wahnsinn aller Art. Sie leiden oft unter Verfolgungswahn und neigen selbst dazu, andere verfolgen zu lassen.

Der Nationalsozialismus war der Amoklauf einer in Bedrängnis geratenen Gesellschaft, die auf die Wirtschaftskrise keine andere Antwort fand, als den Kampf aller gegen alle und die Juden waren ihre  Sündenböcke für alle Probleme der Zeit!

In Demokratien haben sich die Wege, Raubzüge zu unternehmen wesentlich geändert – Raubzüge sind es aber trotzdem!

In der Demokratie braucht der Raubzug den Anschein der Legalität!

Banken umgeben sich mit dem Anschein von Seriosität, dahinter lauert oft Betrug. Um Legalität zu erzeugen, braucht die Wirtschaft die Politik.

Wirtschaft und Politik verkumpeln sich gegen die Bürger.

Ethik verkommt in der Scheinheiligkeit der Sonntagsreden.

Gesellschaften haben das einstmalige Ziel der weltweiten Armutsbekämpfung aus den Augen verloren.

Das Geschäft ist im Kapitalismus zur Heiligen Kuh geworden, zum Selbstzweck verkommen.

Waffen werden in Krisengebiete geliefert.

Mit Diktaturen werden Geschäfte gemacht.

Menschen werden auch in der Demokratie ausgebeutet.

Natur wirde ausgebeutet, wie noch nie!

Ausbeutung hat  wesentlichen Anteil am Reichtum.

 

Bild: Alexej von Jawlenskygallerix.ru, Gemeinfrei, Link